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Eine einseitige Betrachtung der Band vom Beginn an...

Einführung
Wisst ihr noch damals, es wird geredet es war der erste Sommer des Jahres 2003, die Welt war grau, Günther Beckstein war Bayerns Innenminister, selbsternannte Tophits von drittplatzierten,langhaarigen, brillentragenden Schwuletten beherrschten das Bild, denn das Musikfernsehen zeigte den kreativen Rückfluss der schon wieder leeren Bierflasche, die Dose hatte ja Anfang des Jahres nach den Regeln des Darwinismus den Kampf ums Dasein verloren und sich in die Tiefen des Tankenbilligbierregals zurückgezogen!

Urknall
Da passierte es, ein kleiner verstörter Haufen Mensch, formte sich zur Band....DIE Band! Immer noch klein und verstört aber mit Instrumenten! Anfänglich in erweiterter Formation und unter dem Decknamen 'ofc', die Geheimidentität wahrend, nahmen sie ihre Aufgabe ins Visier! Nicht die Rettung der Menschheit, nein etwas viel wichtigeres schrie nach Erfüllung: Rockmusik! Jetzt wissen natürlich alle, dass der Weltfrieden und die Rockmusik direkt proportional zueinander laufen! Also ist Rockmusik im Prinzip die Rettung der Welt, aber eigentlich ging es ihnen hauptsächlich um die Musik!

Das Pop
Der Anfang der, wie behauptet wird, schönsten Band der Welt schien gemacht zu sein! Schien kommt von dem Verb scheinen, welches in mittelbarer Verwandtschaft zu dem Wort scheinbar steht. Und wenn etwas scheinbar ist, tritt das offensichtlich in dieser speziellen Situation erwartete Ereignis nicht wie gewollt ein. Das ist eine falsche Definition, was ich aber damit einleiten will ist: es hatten sich die richtigen Leute gefunden aber die richtige Abstimmung war nur im Ansatz da oder das, wie wir Fachleute es nennen, musikalische Verständnis füreinander noch nicht ausgereift! Allerdings muss ich erstens auf das 'noch' im letzten Satz ausdrücklich hinweisen und zweitens diese Aussage der Dramatik vollständig berauben. Es war einfach so dass man anfänglich die Geschicke der Band auf das Vortragen von allgemein bekannter und beliebter Musikstücke lenkte, auch covern genannt. Dieser Zustand war allerdings ein radikaler, der sich nicht über die dritte Bandprobe hinaus retten konnte. Da wurde das Reißen der Saiten und Zerschlagen der Felle dann zum ersten Mal auf selbstgeschaffenes Liedgut verlagert. Und so sind sie reich und berühmt geworden...

Revolution der Arbeiterschaft
Das äußere akustische Antlitz der Band war aber eben noch nicht gefunden! Blackjack and Hookers bzw. noch ofc bestand aus den beiden Gitarristen Linus Steinkugler und Paul Bauer sowie Julian Bayer an den Drums, Jo Maidhof am Bass und Kerstin Haunstetter, die Teilzeitsängerin! Diese 5 mehr oder weniger versierten Musiker fingen an sich aufeinander einzuspielen oder eben nicht. So zeigte sich dass die Band aus vorwiegend musikalischen Homosexuellen bestand, ein Frauengesang somit nicht zu der Musikmacherei passte und das Pauls Gitarre zwar ganz nett klang aber nicht dem Stil der Band entsprach! Gerüchte das Paul die Band verlassen mussten, weil sonst der Anspruch auf den Titel der schönsten Band der Welt nicht gewahrt werden konnte, sind falsch! Denn sind wir mal ehrlich, so hässlich ist der Paul auch wieder nicht! Und so trennten sich nach einigen echt guten Shows und vielen amüsanten Proben die Wege von Kerstin, Paul und The Band! Der verbliebene Rest spielte sich immer besser aufeinander ein und ein Lied nach dem anderen wurde aus dem Künstlerhemdsärmel geschüttelt wobei sich die Qualität von Lied zu Lied, von Probe zu Probe und von Bier zu Bier steigerte! Der Bassist dieses Ensembles schrieb sich geradezu in einen Wahn aus Liedern und künstlerischen Ergüssen, wobei manchmal Quantität über Qualität triumphierte und mancher Song nach wenigen Proben wieder gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückgegeben wurde! Der Erlös ging dann in die Erfahrung und prompt entstand ein Gefüge das einfach passte!
Wunderbare Melodien und Ideen von der Gitarre, unnachahmliche Breaks vom Drumsset und halt ein Bass. Ich muss ja nicht erwähnen das dieses letzte Instrument für sich spricht und keiner weiteren Beschmückung durch beschönigende Adjektive bedarf! Wie auch immer die Band war bereit sich der Massen als schönste Band der Welt zu präsentieren und die Begeisterung in den Hüften und Köpfen der Leute zu wecken! Sie wippten und nickten im Takt! Der Deckname hatte ausgedient, Blackjack and Hookers fing an zu spielen. Und so sind sie noch reicher und noch berühmter geworden....
 

Brachland oder die Pause hat doch keine Schwarte
Eine CD musste her, aber schnell! Ein historisches Dokument unseres Schaffens, der musikalische Output sollte in einem angemessenen Rahmen für die Menschheit frei käuflich zu erwerben sein und über die Heimanlage durch den Lautsprecher hörbar gemacht werden. Also wurde im unseren Hallen des Schaffens die CD "9 feet under drunken master" aufgenommen. 9 für die 9 Tracks auf der Platte, der Rest des Namens hat einfach kein Sinn! Und gerade als die Scheibe im Kasten war, begab sich der Bassist auf Austalien Reise, für lange sieben Monate, eine Dürrephase die bandtechnisch dem Namen so gerecht wird. Die CD wurde nicht fertiggestellt und das musizieren über so eine Entfernung erfordet ziemlich große Amps die wir leider nicht besitzen! Es wurde jedoch im kleinen weitergearbeitet. Während der Bassist im einzelnen seine Lieder schrieb und im Geiste wieder und wieder der Meute vorspielte, hielten sich die anderen beiden mit einem Ersatzbasser warm, was aber selten über das Jammen hinausging. Doch auch der Gitarrist baute die Anzahl der von ihm geschriebenen Lieder im Stillen aus. Und so wurden sie zwar nicht reicher aber ein wenig berühmter....

5 Minuten Fingergymnastik und dann los...
Doch Ende Juni diesen Jahres 2005 war es dann wieder soweit, der verlorene Sohn kehrt in die Heimat zurück...und wie! In den ersten 2 Wochen werden gleich 3 neue Lieder vom Stapel gelassen, die jede einzelne Schweißpore bis zum Ende ausdrücken. Rock 'n' fuckin Roll is born... Innerhalb kürzester Zeit wird das Defizit, erlangt durch die räumliche Trennung, nicht nur egalisiert, nein das vorherige Level wird kurzerhand überstiegen und die CD Produktion wird wieder aufgenommen! Ein Lied nach dem anderen, eins besser als das andere (das ist meine Band also ist klar das ich die Lieder hammer find) verlässt die Schmiede und nun werden die Bühnen gerockt. Also rein in das speckige Outfit, den Verstärker und die Hüfte vorgewärmt, nun noch 5 Minuten Fingergymnastik und dann los! Wenn's ab geht, geht's ab! Nichtabgehen fällt da schwer, mir jedenfalls! Probier's einfach mal bei der nächsten Show, aber nicht traurig sein wenn's nicht klappt! Du bist nur ein Opfer vom wunderbaren Onkel Rock'n'Roll. Und so wurden sie die schönste Band der Welt, die auch echt abrockt...
 

 

Die Fortführung der einseitigen Betrachtung auf ihren aktuellen Stand der da ist der 05.03.2007

Reibungspunkte
Lügen, Intrigen, Hass, Trennungsgerüchte, tatsächliche Trennung, Drogenprobleme, Entzugkliniken, Gewalt, Blut und Messerstecherreien. Hinterfotzeleien, Mobbing, Rückenstecher, Betrug, Heuchelei, "zufällige" Unfälle, Anzeigen, Gerichtsverfahren, Geldmangel, Geldnot, Diebstahl - sowas macht sich alles gut in Geschichten und Texten, ich denke auch manche Biographie wird damit aufgepeppt, unsere leider jedoch nicht. Die einzige Reibung die bei uns entsteht ist die zwischen dem Musikerkörper und seinem entsprechendem Instrument. Oft auch mit der Bühne, dem darauf befindlichem Equipment und den Mikros. Fieser und gemeiner wird es nicht, dafür sind diese Reibungspunkte und -flächen sehr interessant aufgetreten. Dies geschah dann schließlich so...

Evolution der Arbeiterschaft
Nachdem unsere CD "9 feet under drunken master" endlich in seiner vollen Pracht und Lautstärke mit viel Verspätung das Licht der Welt erblickt hatte, eroberte sie diese nicht im Sturm dafür aber in einem kräftigem Wind. Die Auflage von 500 vergriff sich zwar erwartungsgemäß nicht innerhalb kurzer Zeit, wurde aber soweit dezimiert dass die ohnehin von Natur aus schon mittellosen Musiker nicht ihre Instrumente verpfänden mussten. Das weiterbestehen der Band war gesichert, na was für ein Glück...Die Rockwelt kann aufatmen! In den Wochen und Monaten die folgten wurden dann die Geschicke konsequenter Weise auf das Vortragen ihrer Musik auf den Bühne dieser Welt gelenkt. Na sagen wir mal Bühnen dieser Region, u.a. E-werk in Erlangen, Fünfeckturm in Nürnberg, Alte Post in Langenzenn und Kunstkeller o27 in Fürth. Eine Highlight dieser Spielzeiten zu bestimmen ist nur schwerlich möglich. Sicher das Gastspiel mit Dollhouse aus Schweden war äußerst erfreulich, doch auch die Headliner Rolle in der Alten Post wurde mit Freuden ausgeführt.
Für Bühnenshow und Performance der Band zu dieser Zeit kann kaum eine treffende Beschreibung gefunden werden. Sie tendierte regelmäßig von bewegungsreich und schweißtreibend über chaotisch bis hin zu einfach antreibend und wieder zurück. Auf alle Fälle war sie Rockin' fuckin' Roll schwanger, was eine routiniertes Auftreten und Abgeklährtheit auf der Bühne von vornherein ausschließt. Jedoch ist das im Rockin' fuckin' Roll auch nicht entscheidend. Es ist vielmehr das Zusammenspiel von Song, Musiker und Publikum! Es geht darum bis zum körperlichen k.O. spielen, rocken und fühlen zu wollen. Das ist die Blackjack'sche Show, einfach Rockin' fuckin' Roll.... Ohne Kopf, mit Herz!

Über Ruhm, Ehre und Abrissbirnen
Gekrönt wurde die Zeit dann mit der Einladung beim ERMI Newcomer Festival im November 2006 zu spielen. Aus über 70 Bands wurden wir ausgewählt das Finale dieses Bandwettbewerbs zu bestreiten. Doch bevor den 15 anderen Bands gezeigt werden konnten wo der Rockhammer hängt, begegete uns der gute Freund Komplikation. Seit April 2006 führten wir schon eine Fernbeziehung zum Schlagzeuger nach Regensburg, der dort eine Ausbildung zum Tontechniker angetreten hatte. Als dann im Sommer unser Proberaum dem Erdboden gleich gemacht werden sollte entschieden wir uns die Band aufzulösen. Alle wurden depressiv und Deutschland wurden Weltmeister im Fußball. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussagen geht natürlich gegen Null, bedauerlich nur bei dem Nichtgewinn der Weltmeisterschaft. Die letzten Tage im Proberaum wurde noch genutzt um die Aufnahmen zu dem nächsten Album zu beginnen. Bescheiden wie wir schon immer waren, entschlossen wir unser zweites Album zum "Best of" Album zu machen. Wurde ja auch langsam mal Zeit, dass das jemand so macht...
Nach den Aufnahmen blieb die Band dann allerdings erstmal probe- und proberaumfrei. Dieser Zustand änderte sich tragischerweise auch erst einen Monat vor dem schon eben angesprochenem ERMI Festival. Den ersten Proben seit 3 Monaten folgte ein Auftritt im lauschich club Nürnberg der routiniert komplett in den Sand gesetzt wurde. Doch nicht verzagen, das Equipment zurück in den Proberaum tragen. Die weiteren Proben bis zum ERMI verliefen alles andere als zufriedenstellend, der Auftritt dort allerdings umso mehr. Zu einer Platzierung unter den ersten drei hat es letztendlich nicht gereicht, dafür aber für einen weiteren Höhepunkt der Blackjack & Hookers Auftritte.

The show must go on...

Im Winter 2007 wurde dann schließlich an insgesamt 3 weiteren Tagen die Aufnahmen zu dem "Best of" Album weitergeführt. Dieses mal nicht mehr im Proberaum sondern in den SfT Studios in Regensburg. Die Aufnahmen in der Tasche war es dieses mal der Gitarrist der das weite suchte um ab Feb 07 für ein Semester in schöne Australien zu entschwinden. So schade wie das auch für die Rockmusikfreunde in den heimatlichen Gefilden ist, nutzten wir diese Auszeit sinnvoll indem die zurückgebliebenen 2/3 der Band das Album vorantreiben.
Ein schwacher Trost angesichts der Tatsache, dass dieser Ausfluss unserer Kreativität wohl noch einige Zeit bis zu Erscheinung in Anspruch nehmen wird.
Aber wir kommen wieder keine Fragen...so long, Rock on!

Blackjack Episode III: Return of the Hookers                                 Fortführung der Geschichte bis zum 14.11.2010

 Marco dabei, hooray! CD natürlich immer noch nicht fertig, Buhuu! Blackjack immer noch da, hooray!